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Im Einnehmerhaus, wo früher zwischen Tharandt und Dresden ein Chausseegeld entrichtet werden musste, hat heute ein kleiner, ehrenamtlich geführter Kunstverein sein Domizil. Dieser lädt Sie zu Ausstellungen regionaler oder mit dem Haus eng verbundener Künstler sowie zu verschiedenen kulturellen Veranstaltungen ein. Zudem finden in unseren Werkstätten wöchentlich Zirkel und regelmäßig verschiedene Workshops unter Anleitung bildender Künstler statt.


Jeder, der sich für Kunst und Kultur interessiert und sich gern selbst künstlerisch betätigen möchte, ist hier willkommen!


Sie sind herzlich eingeladen!


Seit 01.01.2026 ist der Verein nun Dank eines unseren bescheidenen Möglichkeiten entsprechenden und sehr entgegenkommenden Kaufangebotes durch die Wohnungsgesellschaft Freital mbH (WGF) auch Eigentümer des Einnehmerhauses, einem Denkmal der Verkehrsgeschichte, mit allen Möglichkeiten, die unsere schönen Räumlichkeiten bieten, aber eben auch allen Pflichten zur Unterhaltung, zur Instandhaltung und Instandsetzung, insbesondere der akut notwendigen brandschutzgerechten Ertüchtigung. Gerade hier kommen in naher Zukunft auf uns als gemeinnützigen Verein einige erhebliche finanzielle Kosten zu.


Wenn Sie uns also unterstützen wollen, wir sind für jede Spende und Unterstützung sehr dankbar, sie erhalten gern eine Spendenbescheinigung.


Unsere Kontonummer:

Kontoinhaber: k.u.n.s.t.-verein Freital e.V.

Kontonummer: DE77 8505 0300 3060 0018 46 (Ostsächsische Sparkasse Dresden)

Dankeschön!


Viel wichtiger noch als alles Geld der Welt sind für unseren Verein aber die Menschen, die Teil des Teams sind und sich hier verantwortungsvoll, ehrenamtlich und mit viel Herzblut einbringen können und wollen.

Hier findet man dafür eine starke Gemeinschaft sowie eine Atmosphäre, die die Seele nähren kann.

Wer uns noch nicht kennt, besuchen Sie uns einfach einmal!




Winterferienangebot 2026 für die Samstagskinder im Einnehmerhaus:


jeweils von

9:30 Uhr - 12:30 Uhr inkl. warmem Mittagssnack

(Die Teilnahme ist für Kinder kostenfrei, Spende erbeten!)


Montag, 16.02.2026:

Nähprojekt mit Jessica Schwabe

(Wir nähen eine Katzenapplikation 40x40cm für ein Kissen oder eine Stofftasche)


Dienstag, 17.02.2026,

kein Angebot, habt viel Spaß beim Fasching!


Mittwoch, 18.02.2026:

Druckprojekt mit Bettina Liepe

(Wir lesen die Sage von Rotkopf Görgk und drucken mit Milchtütenkarton kleine eigene Illustrationen zu dieser Sage, Ihr dürft natürlich auch eigene Bildmotive mit Milchtütenkarton drucken.)


Donnerstag, 19.02.2026:

Keramikprojekt mit Bettina Liepe

(Wir töpfern ein Futterhäuschen für den Garten, gern dürft Ihr auch eigene Ideen umsetzen. Die Arbeiten müssen anschließend noch eine Woche trocknen und geschrüht werden. Nach Absprache glasieren wir noch unsere Arbeiten)


Freitag, 19.02.2026:

Schnitzen für Kinder mit Olaf Klepzig

(nur mit Anmeldung,

Teilnehmerbeitrag von 10€ je Kind als Honorarbeitrag für den Künstler, die Anwesenheit der Eltern ist beim Schnitzen erwünscht, aber nicht erforderlich)


Termin Samstagskinder am 28.02.2026 wird verschoben, da die Räume anderweitig genutzt werden.

Bitte beachtet die Nachrichten in der Whatsappgruppe.


Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt.

Anmeldung bitte erbeten!

(per Kontaktformular, in Ausnahmen auch unter:

01525- 216 - 14 - 14)



Unsere aktuelle Ausstellung im Einnehmerhaus:



Vertrautes und Überraschendes


Fotografien von Wolfgang Nassler (⨥) und Jürgen Dittrich

22.02.2026 – 25.04.2026



Vernissage:  Sonntag den 22.02.2026 um 15:00 Uhr in der Keramikwerkstatt (Plätze begrenzt)
Laudatio: Jürgen Dittrich
Musik: Aerdna Harp (Andrea Dorschner, Harfe)


Begleitveranstaltungen:


Workshop Kaltnadelradierung für Anfänger mit Mechthild Mansel

Freitag, den 27.02.2026. 17:00-20:00Uhr,

Samstag, den 28.02.2026. 10:00-17:00Uhr und

Sonntag, den 01.03.2026. 10:00-14:00Uhr

mit Abschlussbesprechung.


Finissage: 25.04.2026 um 15:00 Uhr, Führung durch die Ausstellung mit Jürgen Dittrich


Sie sind herzlich eingeladen!


Ausstellung ist geöffnet:

Donnerstag:   10:00 - 17:00 Uhr

Freitag:           14:00 - 17:00 Uhr

Samstag:        10:00 - 17:00 Uhr

Sonntag:         14:00 - 17:00 Uhr


An Feiertagen geschlossen.

In Ausnahmefällen nach Absprache:

01525 - 216 - 14 - 14


Gefördert durch: Große Kreisstadt Freital und Wohnungsgesellschaft Freital mbH (WGF)




Workshop "Kaltnadel für Anfänger" (2. Wiederholung)

mit Mechthild Mansel


Mit der  Dresdner Künstlerin und Druckerin Mechthild Mansel

http://mechthild-mansel.dirk-ebel.de/

werden wir unseren Wochenendworkshop

"Kaltnadel für Anfänger" wiederholen.


Ausgehend von der eigenen Bildfindung,

dem Polieren der Zink- Platte,

der Übertragung des eigenen Motivs auf die Platte

bis hin zum fertigen Druck an der Druckpresse werden die

Grundlagen der Kaltnadelradierung erlernt.


Wir arbeiten dabei in einer Kleingruppe

in der Druckwerkstatt in unserem schönen Einnehmerhaus.

Eigene Bildideen und Bildvorlagen erwünscht.


Termin:

Freitag, den 27.02.2026. von 17:00 - 20:00Uhr,

Samstag, den 28.02.2026. von 10:00 - 17:00Uhr und

Sonntag, den 01.03.2026. von 10:00 - 14:00Uhr

mit Abschlussbesprechung.


Kosten: 90€, Material wird gestellt,

Getränke und Mittagessen am Samstag

inkl. 3 Drucke auf Bütten inkl.

Weiteres Papier nach Verbrauch.


4- 6 Teilnehmer Alter: von 12 - 102 Jahre

Achtung, noch wenige Rest- Plätze!



Anmeldung

Safe the Date:


23.-25.05.2026:  kunst:offen in Sachsen


31.05.2026: Potschappler Stadteilfest



Holzsskulptur mit Olaf Klepzig für Anfänger (Schnupperkurs):


Freitag, den 19.06.2026

17:00 Uhr - 20:00 Uhr


Leitung: Olaf Klepzig

20€ Teilnehmergebühr inkl. Material


Workshop

Figürliches Gestalten mit Christa Donner (Wiederholung)


Samstag, den 13.06.2026

10:00 - 15:30Uhr

sowie:

Samstag, den 14.11.2026

10:00 - 15:30Uhr


35€ Teilnehmergebühr je Samstag inkl. Material (angemessen)

Wir arbeiten mit Rakuton, der 1x geschrüht wird und später im Rakuofen glasiert werden kann.


Anmeldung siehe oben!




Unser Verein

Hans Scheib kündigt seine Ausstellung an
Foto: Barbara Hornich

Bis zur politischen Wende 1989 wurde “künstlerisches Volksschaffen” in der DDR durch so genannte "Kreisarbeitsgemeinschaften" unter staatlicher Leitung geführt, die in den Betrieben und Einrichtungen auch entsprechende "Kunstzirkel" finanzierten.
In diesem Rahmen fanden sich verschiedene Freitaler Kunstfreunde auch über diese Zirkelarbeit hinaus freundschaftlich zusammen.

Um nach der Auflösung dieser Kunstzirkel weiterhin die Möglichkeiten für die künstlerische Arbeit für Laien und Kunstfreunde anzubieten, wurde am 31. Mai 1990 der
k.u.n.s.t.- verein Freital e.V. gegründet.

Sein Domizil ist das 1828 erbaute Einnehmerhaus am Ortseingang von Freital, ein Denkmal der Verkehrsgeschichte, das von den Mitgliedern des Kunstvereins mit viel Eigenleistung und Fördermitteln liebevoll saniert und ab 1995 bezogen wurde. 1996 gab es die erste Kunstausstellung im Haus.

Die etwas ungewöhnliche Schreibweise des Vereinsnamens steht im Übrigen für die Adjektive:
kreativ - unikat - nützlich - sensibel und traditionell.

Diesen Werten ist der Verein immer treu geblieben.
Anmeldung Newsletter


Unsere Zirkelarbeit


Im k.u.n.s.t.-verein Freital e.V. im Einnehmerhaus gibt es verschiedene, gut ausstattete Werkstatträume für die  verschiedenen künstlerischen Sparten:
 
Keramik mit zwei Elektrobrennöfen und einem Rakuofen

Klöppeln klassisch und modern (auch Schmuck)

Schnitzen, Holzbildhauerei und Holzschnitt

Malerei und Grafik,
Arbeiten an der Druckpresse,
Mixed- Media- Druck,
Collage

Buchbinden und Papierarbeiten

Schwarzweiß- Fotografie in einer gut ausgestatteten Dunkelkammer.

Hier finden wöchentliche Zirkel und auch Workshops unter qualifizierter Anleitung statt, u.a. mit dem bekannten Bildhauer Matthias Jackisch (Malen) und Carla Schwiegk (Buchbinden).

Die jeweiligen Termine finden Sie hier:
Unsere Zirkelangebote


Interessenten mit oder ohne künstlerische Vorbildung sind immer herzlich willkommen. Da aber die Teilnehmerzahl der jeweiligen Zirkel durch die historischen Räumlichkeiten auf maximal 6-8 Personen begrenzt ist, bitten wir um vorherige Anmeldung.


Anmeldung

Unser nächsten Workshops:

Kaltnadel:

Nächster Termin:


Samstag, 07.03.2026
9:30 - 12:30 Uhr

Leitung: Herr Filla

Anmeldung siehe unten!


*

Samtstagskinder:

Nächster Termin:


Winterferienangebot 2026 für die Samstagskinder im Einnehmerhaus:

jeweils von

9:30 Uhr - 12:30 Uhr inkl. warmem Mittagssnack


Montag, 16.02.2026:

Nähprojekt mit Jessica Schwabe

(wir nähen eine Katzenapplikation 40x40cm für ein Kissen oder eine Stofftasche)


Dienstag, 17.02.2026,

kein Angebot, habt viel Spaß beim Fasching!


Mittwoch, 18.02.2026:

Druckprojekt mit Bettina Liepe

(wir lesen die Sage von Rotkopf Görgk und drucken mit Milchtütenkarton kleine eigene Illustrationen zu dieser Sage, Ihr dürft natürlich auch eigene Bildmotive mit Milchtütenkarton drucken)


Donnerstag, 19.02.2026:

Keramikprojekt mit Bettina Liepe

(wir töpfern ein Futterhäuschen für den Garten, gern dürft Ihr auch eigene Ideen umsetzen. Die Arbeiten müssen anschließend noch eine Woche trocknen und geschrüht werden. Nach Absprache glasieren wir noch unsere Arbeiten)


Freitag, 19.02.2026:

Schnitzen für Kinder mit Olaf Klepzig

(nur mit Anmeldung,

10€ je Kind als Honorarbeitrag für den Künstler, Anwesenheit der Eltern erwünscht, aber nicht erforderlich)


Termin Samstagskinder am 28.02.2026 wird verschoben, da Räume durch Workshop blockiert. Bitte beachtet die Nachrichten in der Whatsappgruppe.


*

Holzsskulptur mit Olaf Klepzig (offene Gruppe):

Termine 2026:

1.

Freitag: 30.03.2026

17 Uhr - 20 Uhr

2.

Freitag: 17.04.2026

17 Uhr - 20 Uhr

3.

Freitag: 15.05.2026

17 Uhr - 20 Uhr


*

Holzsskulptur mit Olaf Klepzig für Anfänger (Schnuppern):


Freitag: 19.06.2026

17 Uhr - 20 Uhr


Leitung: Olaf Klepzig

Teilnehmergebühr:

20€ inkl. Material



Anmeldung siehe unten!


*


Workshop

Figürliches Gestalten mit Christa Donner (Wiederholung)

13.06.2026

10:00-15:30Uhr

sowie:

14.11.2026

10:00-15:30Uhr


35€ Teilnehmergebühr inkl. Material (angemessen)


Wir arbeiten mit Rakuton, der später im Rakuofen glasiert werden kann.

Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt.

Anmeldung bitte erbeten!

(per Kontaktformular, in Ausnahmen auch unter:

01525- 216 - 14 - 14)





Anmeldung



Ausstellungen

Foto: Michael Lange

Blick in die Ausstellungsräume

 Foto: Verein


Im Obergeschoss des Einnehmerhauses befinden sich kleine aber feine Ausstellungsräume, in denen seit 1996 regelmäßig bildende Kunst regionaler aber auch dem Haus in besonderer Weise verbundene Künstler ausgestellt werden. 


Ausstellung(en) in Vorplanung:

(Änderungen vorbehalten)





2026


Jürgen Dittrich (Foto)


Frank Voigt zum 80. Geburtstag


"Künstler der verschollenen Generation":

Herrmann Lange

(Jubiläumsausstellung 30 Jahre Kunst im Einnehmerhaus))










Geschichtliches zum Einnehmerhaus


Als es noch Schläge und Einnehmerhäuser gab:


Als vor 100 Jahren die Chausseegelder aufgehoben und die meisten Chausseehäuser ihrer ursprünglichen Bestimmung entkleidet wurden, war der größte Teil des Güterverkehrs längst von den Landstraßen auf den Bahnverkehr übergegangen. Nur wenige der schlichten Häuschen, über deren Tür einst das sächsische Wappen prangte, erhielten sich bis in die Gegenwart und erinnern uns heute an jene Zeiten, wo kein Pfiff einer Lokomotive, kein Hupen eines Autos erscholl, wo weißgrüne Schlagbäume die Straßen sperrten und für die Fußgänger nur schmale Durchlässe an beiden Seiten der Straße offen standen. Die Schlagbäume dienten zum Aufhalten des Verkehrs, damit die Gütertransporte bei der Verzollung gründlich nachgeprüft werden konnten, denn gar oft wurden steuerpflichtige Waren verborgen. Nur uniformierte Posten durften ohne weiteres die Schläge passieren.


In der Geschichte des Finanzwesens erhielt das Jahr 1438 eine besondere Bedeutung: die Stände bewilligten unter dem Namen Cise (= Abgabe) eine bleibende Verbrauchssteuer, die sich auf alle Kaufmannsgüter erstreckte. Seit dem Jahr 1472 wurde zur besseren Erhaltung der Straßen ein Wegegeld erhoben.

Die Fuhrleute mussten Wegzeichen erwerben, die für die verschiedenen Güter gestaffelt und aus farbigem Papier, zeitweise aus Blech hergestellt waren. An jedem Stadttor war ein Zeicheneinnehmer angestellt. Später nannte man den Lastwagenzoll Pflastergeleite oder Warenpfennig. Dieser Zoll wurde bis 1840 vom Rat für die Unterhaltung der Straßen erhoben. Die Straßen außerhalb der Stadt waren noch im 17. Jahrhundert selten mit Sand oder Gerölle aufgeschüttet und an sumpfigen Stellen nur mit Reisig oder Knüppelreihen überdeckt, so dass bei schlechtem Wetter oft kein Vorwärtskommen war. Weil die Kaufmannszüge häufig von den „ordentlichen Straßen“ abwichen, um die Zollstätten zu umgehen, wurde ein allgemeiner Straßenzwang eingeführt und das Nichteinhalten der vorgeschriebenen Straßen mit schweren Strafen – es konnte alle Waren samt Wagen und Pferden kosten – bedroht.


Auch Reisende, die ritten oder fuhren und dem Geleite unterworfen waren, hatten die festgelegten Landstraßen einzuhalten, sich an der Geleitstelle zu melden und das Geleite zu entrichten. Nur Fußgänger ohne zollpflichtige Waren blieben von den Geleitsabgaben befreit. In den Einnehmerhäusern hingen Geleitsrollen aus zur Berechnung der nach Anzahl der Pferde und anderer Zugtiere, sowie Wagen oder nach Gattung und Gewicht der Waren zu bemessenen Geleite.Mit der Vergrößerung des Stadtgebietes und der Einverleibung der Vororte rückten die früher am Envirowege neben den Schlägen gelegenen Einnehmerhäuschen immer weiter hinaus.


Auch die weit außerhalb an den Landstraßen, meist im 18. Jahrhundert erbauten Chausseehäuser waren nur kleine Gebäude mit grünen Läden und mit Blumen- und Gemüsegärtchen, oft gleich einer Insel in der freien Landschaft gelegen, umgeben von lichten Wiesen und Obstbäumen neben blühenden Hecken und dichten Büschen, manchmal auch inmitten eines Waldes. An den Einnehmerhäusern herrschte von morgens bis abends reges Leben. Reiter und Händler brachten Waren und entrichteten ihre Abgaben. Der Einnehmer wurde für den aufreibenden Dienst mit dem zehnten Teil der Einnahmen, freier Wohnung, Beleuchtung und Heizung belohnt. Ihm war Polizeigewalt verliehen und er hatte sogar dafür zu sorgen, dass die Sonntagsruhe nicht gestört wurde. Während der Gottesdienststunden durfte er nur Amtspersonen die Schläge öffnen. Auch in der Nacht versahen die Einnehmer ihren Dienst. Sie wurden häufig in später Stunde von den Fuhrleuten durch Rufen und Peitschenknall geweckt.

Mit Ablauf des Jahres 1885 kamen die vom Staat erhobenen Chausseegelder in Wegfall. Städtische Abgaben wurden an den Hebestellen bis 1910 eingefordert.


Text nach Edgar Rudolph