In eigener Sache:

Im Einnehmerhaus, wo früher zwischen Tharandt und Dresden ein Chausseegeld entrichtet werden musste, hat heute ein kleiner, ehrenamtlich geführter Kunstverein sein Domizil. Dieser lädt Sie in unserem Obergeschoss zu Ausstellungen regionaler oder mit dem Haus eng verbundener Künstler ein.

Zudem finden in unseren künstlerischen Werkstätten im Erdgeschoss und Dachatelier regelmäßige Zirkel sowie verschiedene Workshops unter Anleitung bildender Künstler in den Sparten Keramik und Raku, Malerei und Grafik, Holzbildhauerei und Schnitzen, Textilgestaltung und Klöppeln, Buchbinden und Papiergestaltung sowie Foto statt.
Jeder, der sich für Kunst und Kultur interessiert und oder sich gern selbst künstlerisch betätigen möchte, ist hier willkommen!


Seit 01.01.2026 ist der Verein nun Dank eines sehr entgegenkommenden Kaufangebotes durch die Wohnungsgesellschaft Freital mbH (WGF) auch selbst Eigentümer des Einnehmerhauses, einem Denkmal der Verkehrsgeschichte. Dadurch ist es uns weiterhin möglich, unsere kulturellen und künstlerischen Angebote, Zirkel und Workshops zu einem vergleichbar sehr günstigen Teilnehmerbeitrag (für Kinder sogar kostenfrei) anbieten zu können. Aber auch für den Besuch unserer Ausstellungen und Begleitveranstaltungen verlangen wir weiterhin keinen Eintritt. Jeder Gast, jeder Teilnehmer und jeder Besucher ist bei uns herzlich willkommen!


Neben den besonderen Möglichkeiten, die unsere schönen Räumlichkeiten und unsere gut ausgestatteten Zirkelräume bieten, kommen nun aber auch mehr Pflichten und Kosten zur Unterhaltung, zur Instandhaltung und Instandsetzung des Gebäudes auf unseren kleinen, gemeinnützigen Verein zu. Insbesondere die akut notwendige brandschutzgerechte Ertüchtigungen, die wir nun Schritt für Schritt umsetzen wollen, stellt für uns eine sehr große finanzielle Herausforderung dar, dies unglücklicherweise in Zeiten knapper öffentlicher Kassen, so dass wir auch kaum auf Fördermittel zurückgreifen können.


Wenn Sie also uns und unsere Arbeit also mit einer kleinen Spende unterstützen wollen, sind wir Ihnen sehr dankbar.

Sie erhalten gern eine Spendenbescheinigung.


Unsere Kontonummer:

Kontoinhaber: k.u.n.s.t.-verein Freital e.V.

Kontonummer: DE77 8505 0300 3060 0018 46 (Ostsächsische Sparkasse Dresden)

Dankeschön!


Viel wichtiger noch als alles Geld der Welt sind für unseren kleinen Verein aber die Menschen, die Teil des Teams sind und sich hier verantwortungsvoll, ehrenamtlich und mit viel Herzblut einbringen können und wollen.

Hier findet man eine starke Gemeinschaft sowie eine kreative Atmosphäre, die auch die Seele nähren kann.

Schauen Sie doch gern einmal vorbei!


Unsere Zirkelangebote

Unsere aktuelle Ausstellung im Einnehmerhaus:




Made in Freital


Eine Ausstellung zur Industriegeschichte der Stadt

25.10.2026 – 03.01.2027

Made in Freital ist eine Ausstellung zur Freitaler Industriegeschichte des Bergbau- und Hüttenverein Freital e.V.,

kuratiert von Dr. Silvio Stute in Kooperation mit dem k.u.n.s.t.-verein Freital e.V..

Gegenstand ist Einblick in die vielfältige Industrieproduktion mit ihrem Beginn auf der Grundlage der hiesigen Steinkohleförderung bis zur Gegenwart. In zehn Themensegmenten erfahren Sie Interessantes zu Unternehmen, Persönlichkeiten oder Produkten. Auch Kunstwerke zum Thema sind in der Ausstellung zu sehen. Die Exponate, Dokumente und Beschreibungen sind vom 25. Oktober 2025 bis 3. Januar 2027 im Einnehmerhaus des k.u.n.s.t.-verein Freital e.V., Dresdner Straße 2, 01705 Freital ausgestellt.
Lassen Sie sich von eindrucksvollen Einblicken in die reichhaltige und
innovative Industrie(geschichte) auf dem Gebiet unserer Stadt Freital begeistern.


Der Eintritt ist frei. Zur Schau wird eine Begleitbroschüre angeboten.


Vernissage: Sonntag, den 25.10.2026 um 10:00 Uhr (nur geladene Gäste, Plätze begrenzt)

Die Ausstellung ist ab 11:30Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet.


 Wir nehmen auch an der 5. Glühweinchallange der Windburgker am 12.12.2025 von 15:00 - ca. 20:00Uhr zwischen Schlosscafé Buddenhagen, Gasthof Hopfenblüte und der Schaubrennerei am Hartmannsberg entlang der Burgker Straße statt. Ein Bus-Chuttle ist eingerichtet und fährt am Einnehmerhaus vorbei. Sie erwarten neben hier neben Glühwein auch halbstündliche Führungen durch die Ausstellung, Schauklöppeln, weitere kulinarische Köstlichkeiten sowie ein kleiner "Last minute- Weihnachtsmarkt".

Sie sind herzlich eingeladen!


Ausstellung ist geöffnet:

Donnerstag:   10:00 - 17:00 Uhr

Freitag:           14:00 - 17:00 Uhr

Samstag:        10:00 - 17:00 Uhr

Sonntag:         10:00 - 17:00 Uhr


An Feiertagen geschlossen.


Sonderöffnungszeiten:

31.10.2026 10:00 - 17:00 Uhr

27.12.2026 10:00 - 17:00 Uhr

31.12.2026 10:00 - 14:00 Uhr

02.01.2027 10:00 - 17:00 Uhr

03.12.2017 10:00 - 17:00 Uhr


In Ausnahmefällen nach Absprache:

01525 - 216 - 14 - 14


Gefördert durch: Große Kreisstadt Freital, Wohnungsgesellschaft Freital mbH (WGF), Druckerei & Verlag Fabian Hille sowie Werbung GrafikArt.



Safe the Date, wir sind dabei:


1. Teilnahme am 8. Kunsthandwerkermarkt am 21. und 22. November 2026 im Kulturhaus Freital, wir zeigen einen Querschitt unserer Zirkelarbeiten.

 

Am Samstag, 21. November, ist der Markt von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet

und am Sonntag, 22. November von 10:00 bis 17:00 Uhr.



2. Der Freitaler Schlossadvent findet traditionell am 1. + 2. Adventswochenende auf Schloss Burgk Altburgk 61, 01705 Freital statt. Wir haben wieder eine Hütte auf der oberen Wiese. Wir präsentieren schöne Kleinigkeiten für Weihnachten.

 

1. Wochenende: 28.11.2026 – 29.11.2026 (jeweils 12:00–20:00 Uhr bzw. Markt ab 14:00 Uhr)

2. Wochenende: 05.12.2026 – 06.12.2026


Offizielle Eröffnung: Samstag, 28. November 2026, um 14:00 Uhr mit traditionellem Stollenanschnitt durch Oberbürgermeister Uwe Rumberg, Weihnachtsmann und Bergmannsumzug.



3. Teilnahme an der 5. WindBurgker Glühweinrallye in Freital-Burgk am Samstag, den 12.12.2026 von 15:00 bis 20:00 Uhr.

 

Das Prinzip: Besucher bringen eine eigene Tasse (ca. 0,2l) mit. Man startet an einer beliebigen Station, genießt Glühwein, Heißgetränke, Kinderpunsch und Leckereien, sammelt Stempel auf einer Stempelkarte und zieht weiter zur nächsten Station. Die Stationen erstrecken sich gewöhnlich zwischen folgenden Locations: Schlosscafé Buddenhagen, Gasthof Hopfenblüte, Schaubrennerei am Hartmannsberg. Es pendelt zudem ein Bus- Chuttle, der auch am Einnehmerhaus vorbei kommt. Daher werden Gäste zu Stoßzeiten erwartet. Wir wollen uns als Verein und als besonderer Kunstort präsentieren.

 

Wir stellen eine Feuerschale im Garten zum Wärmen auf und schenken vom Keramikbrennraum über das geöffnete Fenster wie Glühwein, Kinderpunsch und Kaffee aus. Die Gäste können u.a. auf den Bänken ihren Glühwein trinken oder in kleinen Gruppen ins Haus. Im Klöppelraum soll ein bisschen Schauklöppeln möglich sein im Keramikwerkstattraum gibt es noch den „Last- Minute- Weihnachtsmarkt“ und der Bergbau- und Hüttenverein macht halbstündlich eine kleine Führung durch ihre Ausstellung.


Sie sind herzlich eingeladen!



Unser Verein

Hans Scheib kündigt seine Ausstellung an
Foto: Barbara Hornich


Bis zur politischen Wende 1989 wurde “künstlerisches Volksschaffen” in der DDR durch so genannte "Kreisarbeitsgemeinschaften" unter staatlicher Leitung geführt, die in den Betrieben und Einrichtungen auch entsprechende "Kunstzirkel" finanzierten.

In diesem Rahmen fanden sich verschiedene Freitaler Kunstfreunde auch über diese Zirkelarbeit hinaus freundschaftlich zusammen.


Um nach der Auflösung dieser Kunstzirkel weiterhin die Möglichkeiten für die künstlerische Arbeit für Laien und Kunstfreunde anzubieten, wurde am 31. Mai 1990 der

k.u.n.s.t.- verein Freital e.V. gegründet.


Sein Domizil ist das 1828 erbaute Einnehmerhaus am Ortseingang von Freital, ein Denkmal der Verkehrsgeschichte, das von den Mitgliedern des Kunstvereins mit viel Eigenleistung und Fördermitteln liebevoll saniert und ab 1995 bezogen wurde. 1996 gab es die erste Kunstausstellung im Haus.

Seit 1.1.2026 sind wir nun auch Eigentümer des Einnehmerhauses, einem Einzeldenkmal und Denkmal der Verkehrsgeschichte.


Die etwas ungewöhnliche Schreibweise des Vereinsnamens steht im Übrigen für die Adjektive:


k. wie kreativ 

u. wie unikat 

n. wie nützlich

s. wie sensibel 

und 

t. wie traditionell.


Diesen Werten ist der Verein immer treu geblieben.

Anmeldung Newsletter


Unsere Zirkelarbeit


Im k.u.n.s.t.-verein Freital e.V. im Einnehmerhaus gibt es verschiedene, gut ausstattete Werkstatträume für die  verschiedenen künstlerischen Sparten:

 

Keramik mit zwei Elektrobrennöfen und einem Gas- Rakuofen


Klöppeln klassisch und modern (auch Schmuck)


Schnitzen, Holzbildhauerei und Holzschnitt


Malerei und Grafik


Arbeiten an der Druckpresse


Mixed- Media- Druck und 

Collage


Buchbinden und Papierarbeiten


Schwarzweiß- Fotografie in einer gut ausgestatteten Dunkelkammer.


Interessenten mit oder ohne künstlerische Vorbildung sind immer herzlich willkommen. Da die Teilnehmerzahl der jeweiligen Zirkel durch die Räumlichkeiten auf maximal 6-8 Personen begrenzt ist, bitten wir um vorherige Anmeldung.


Unsere Zirkelangebote Anmeldung


Unser nächsten Workshops/Termine:

Kaltnadel:

Kaltnadel intensiv (für Anfänger) mit Mechthild Mansel (Wiederholung):

23.10. 17-20Uhr

 und 24.10. 10-17Uhr

kostenpflichtig,

(nur mit Anmeldung)



mit Jürgen Filla:

Samstag, 07.11.2026
9:30 - 12:30 Uhr

Leitung: Herr Filla

Anmeldung siehe unten!


*

Samtstagskinder:

Nächster Termin:

28.11.2026

9:30- 12:30



*

Holzsskulptur mit Olaf Klepzig (offene Gruppe):

 letzte Termine 2026:

1.

Freitag: 23.10.2026

17 Uhr - 20 Uhr

2.

Freitag: 20.11.2026

17 Uhr - 20 Uhr

3.

Freitag: 18.12.2026

17 Uhr - 20 Uhr

*

Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt.

Anmeldung bitte erbeten!

(per Kontaktformular, in Ausnahmen auch unter:


01525- 216 - 14 - 14)


Anmeldung



Ausstellungen

Foto: Michael Lange

Blick in die Ausstellungsräume

 Foto: Verein



Ausstellung(en) in Vorplanung:

(Änderungen vorbehalten!)

2027


Künstler der verschollenen Generation:

Hermann Lange (verschobene Ausstellung aus 2026)

*

"Harmonie und Dissonanz"

Carsten Gille

(Malerei und Grafik)

mit Workshop Farbholzschnitt: 23./23./25.04.2027

*

Thomas Morgenroth (Foto) dokumentiert ein Künstlerleben (zum 80.Geburtstag des Künstlers Wolfgang Petrovsky)

*

"Künstler der verschollenen Generation"

 der deutsch- böhmische Maler

Josef Prinke

*

Horst Hoppe in Memoriam


2028


Sinn und Eigensinn:

Die Gruppe Textilgestaltung unter Frau Prof. Annerose Schulze sowie figürliches Gestalten/Raku des Einnehmerhauses

*

Sandor Doro


*

Elke Dämmrich

 




Geschichtliches zum Einnehmerhaus


Als es noch Schläge und Einnehmerhäuser gab:


Als vor 100 Jahren die Chausseegelder aufgehoben und die meisten Chausseehäuser ihrer ursprünglichen Bestimmung entkleidet wurden, war der größte Teil des Güterverkehrs längst von den Landstraßen auf den Bahnverkehr übergegangen. Nur wenige der schlichten Häuschen, über deren Tür einst das sächsische Wappen prangte, erhielten sich bis in die Gegenwart und erinnern uns heute an jene Zeiten, wo kein Pfiff einer Lokomotive, kein Hupen eines Autos erscholl, wo weißgrüne Schlagbäume die Straßen sperrten und für die Fußgänger nur schmale Durchlässe an beiden Seiten der Straße offen standen. Die Schlagbäume dienten zum Aufhalten des Verkehrs, damit die Gütertransporte bei der Verzollung gründlich nachgeprüft werden konnten, denn gar oft wurden steuerpflichtige Waren verborgen. Nur uniformierte Posten durften ohne weiteres die Schläge passieren.


In der Geschichte des Finanzwesens erhielt das Jahr 1438 eine besondere Bedeutung: die Stände bewilligten unter dem Namen Cise (= Abgabe) eine bleibende Verbrauchssteuer, die sich auf alle Kaufmannsgüter erstreckte. Seit dem Jahr 1472 wurde zur besseren Erhaltung der Straßen ein Wegegeld erhoben.

Die Fuhrleute mussten Wegzeichen erwerben, die für die verschiedenen Güter gestaffelt und aus farbigem Papier, zeitweise aus Blech hergestellt waren. An jedem Stadttor war ein Zeicheneinnehmer angestellt. Später nannte man den Lastwagenzoll Pflastergeleite oder Warenpfennig. Dieser Zoll wurde bis 1840 vom Rat für die Unterhaltung der Straßen erhoben. Die Straßen außerhalb der Stadt waren noch im 17. Jahrhundert selten mit Sand oder Gerölle aufgeschüttet und an sumpfigen Stellen nur mit Reisig oder Knüppelreihen überdeckt, so dass bei schlechtem Wetter oft kein Vorwärtskommen war. Weil die Kaufmannszüge häufig von den „ordentlichen Straßen“ abwichen, um die Zollstätten zu umgehen, wurde ein allgemeiner Straßenzwang eingeführt und das Nichteinhalten der vorgeschriebenen Straßen mit schweren Strafen – es konnte alle Waren samt Wagen und Pferden kosten – bedroht.


Auch Reisende, die ritten oder fuhren und dem Geleite unterworfen waren, hatten die festgelegten Landstraßen einzuhalten, sich an der Geleitstelle zu melden und das Geleite zu entrichten. Nur Fußgänger ohne zollpflichtige Waren blieben von den Geleitsabgaben befreit. In den Einnehmerhäusern hingen Geleitsrollen aus zur Berechnung der nach Anzahl der Pferde und anderer Zugtiere, sowie Wagen oder nach Gattung und Gewicht der Waren zu bemessenen Geleite.Mit der Vergrößerung des Stadtgebietes und der Einverleibung der Vororte rückten die früher am Envirowege neben den Schlägen gelegenen Einnehmerhäuschen immer weiter hinaus.


Auch die weit außerhalb an den Landstraßen, meist im 18. Jahrhundert erbauten Chausseehäuser waren nur kleine Gebäude mit grünen Läden und mit Blumen- und Gemüsegärtchen, oft gleich einer Insel in der freien Landschaft gelegen, umgeben von lichten Wiesen und Obstbäumen neben blühenden Hecken und dichten Büschen, manchmal auch inmitten eines Waldes. An den Einnehmerhäusern herrschte von morgens bis abends reges Leben. Reiter und Händler brachten Waren und entrichteten ihre Abgaben. Der Einnehmer wurde für den aufreibenden Dienst mit dem zehnten Teil der Einnahmen, freier Wohnung, Beleuchtung und Heizung belohnt. Ihm war Polizeigewalt verliehen und er hatte sogar dafür zu sorgen, dass die Sonntagsruhe nicht gestört wurde. Während der Gottesdienststunden durfte er nur Amtspersonen die Schläge öffnen. Auch in der Nacht versahen die Einnehmer ihren Dienst. Sie wurden häufig in später Stunde von den Fuhrleuten durch Rufen und Peitschenknall geweckt.

Mit Ablauf des Jahres 1885 kamen die vom Staat erhobenen Chausseegelder in Wegfall. Städtische Abgaben wurden an den Hebestellen bis 1910 eingefordert.


Text nach Edgar Rudolph